26.07.2020 20:28

Kein Schützenfest in Sichtigvor, ....


... aber viele Feierlichkeiten, die unvergessen bleiben werden !

Kategorie: General
Erstellt von: fjgrundhoff

Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Schützenfest 2020 leider ausfallen - dies hielt die St. Georg-Bruderschaft jedoch nicht davon ab, innerhalb des vorgeschriebenen rechtlichen Rahmens eine Reihe von Veranstaltungen durchzuführen, die ein Schützenfest natürlich nicht ersetzen konnten, aber wesentlich dazu beitrugen, das Gemeinschaftsgefühl in Dorf und Bruderschaft zu stärken, um gemeinsam auf bessere Zeiten zu hoffen.

Im folgenden werden in Wort und Bild Eindrücke der "offiziellen" Feierlichkeiten dargestellt, jedoch nicht ohne den Hinweis auf die zahlreichen "privaten" Feiern von Schützenbrüdern im Rahmen von Familien, Nachbarschaften und Freundeskreisen, die insgesamt zu einem unvergesslichen Juli-Wochenende beitrugen, das mit Sicherheit einen besonderen Platz in der Historie der Bruderschaft einnehmen wird.

Freitag, 24. Juli 2020

 

Als erste Maßnahme wurden vom Vorstand die Fahnen vor dem Haus Teiplaß gehisst. Die St. Georg-Fahne wird umrahmt von der Sichtigvorer Ortsfahne, der Fahne der Stadt Warstein, der NRW-Landesfahne und der Deutschlandfahne.

Anschließend wurden die Kloster-Stuben als Stammlokal der Nordkompanie geschmückt.

Zwischendurch zur Stärkung ein Bierchen - natürlich mit Abstand !

Zeitgleich begann in vielen Sichtigvorer Straßen das gemeinschaftliche Aufhängen der Fahnen,
darunter auch auf dem Schützenkamp.

 

Im Puppendorf sicherten gleich drei Schützenbrüder die Leiter, damit der vierte nicht herunterfällt.

In Alt-Sichtigvor versammelten sich die Anwohner der Ecke Bergstraße / St. Georg-Straße zum Fahnenaufhängen. Zuvor hatten Vorstandsmitglieder die Straße mit Girlanden festlich geschmückt, ...

... um nach vollendetem Werk vor der Residenz des Obersten auf ein schönes Schützen-Wochenende anzustoßen.

Auch die Fahnen an der südlichen St. Georg-Straße wurden gemeinsam gehißt, diesmal allerdings Corona-bedingt etwas "zurückhaltender" als sonst ...

An der Ecke Zur Vogelstange / Redderweg ließen sich die Damen mit köstlichen Knabbereien zum Bier verwöhnen.

 

In diesen beiden Straßenzügen wird das Fahnenaufhängen traditionell von "eigenen" Musikanten begleitet.

Bei einem solch engagierten Nachwuchs braucht sich die Bruderschaft keine Sorgen um ihre Zukunft zu machen.

 

Am Abend trafen sich die Vorstandsmitglieder mit ihren Familien am "Alten Bahnhof", um den Tag in einem zünftigen Rahmen bei Bier ...

... und leckerer Bratwurst vom Grill ausklingen zu lassen.

___________________________

 

Samstag, 25. Juli 2020

 

Am Vormittag trafen sich die Vorstandsmitglieder mit König Lukas Schellewald am Haus Teiplaß, um die St. Georg-Bierkutsche mit gekühltem WARSTEINER und gebrannten Mandeln auszurüsten.

Kurz danach traf auch das Tambourkorps ein und erfreute die Anwesenden mit einem ersten Marsch.


Schließlich startete die Bierkutsche, gemeinsam zogen Vorstandsmitglieder und Tambourkorps zunächst durch die Straßen der Nordkompanie, um an zahlreichen Haltepunkten Bier und Mandeln zum Verkauf anzubieten.

Gleich am ersten Haltepunkt Provitwiese herrschte große Freude, nachdem das Jubelkönigspaar Josef und Vera Wolters (Königspaar 1970) zusammen mit Jubelkönig Franz Josef Prinz (König 1995/96) eingetroffen war.

Auch in der Rofuhr vor dem Amtssitz des Mülheimer Schützenkönigs spielte das Tambourkorps Sichtigvor auf, mit Begeisterung ... und mit Abstand !

Eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe erfüllte der Offizier am Steuer der Bierkutsche, behielt er doch die Übersicht über die Fahrtroute entsprechend der sorgfältig ausgearbeiteten Streckenpläne.

 

Am Samstagnachmittag löste der Musikverein Sichtigvor das Tambourkorps in Alt-Sichtigvor ab.

 

Endlich traf die die Bierkutsche auf dem Territorium der Südkompanie ein.

Auch an der Straße "Zur Vogelstange" wurde die Bierkutsche herzlich willkommen geheißen.

 

Wiederholt musste die Bierkutsche zum Kühlcontainer am Haus Teiplaß zurückfahren, um die Biervorräte wieder aufzufüllen. Hier die Rückfahrt von der Halle nach Alt-Sichtigvor, begleitet vom Klirren der WARSTEINER-Flaschen.

 

Hocherfreut zeigte sich der Vorstand der Schützenbruderschaft, als er im weiteren Verlauf der Fahrt in der Bruchstraße die Ortsvorsteherin Heike Kruse begrüßen konnte.

 

Und die Ortsvorsteherin war froh, dass sie über eine Kiste WARSTEINER hinaus auch noch eine Tüte Mandeln erwerben konnte, denn diese waren kurz danach ausverkauft.

 

Nach einem durchaus anstrengenden Einsatz des Vorstandes erreichte die Bierkutsche am späten Nachmittag an der Bergstraße ihre letzte Station, ...

... wo sich die meisten Musikanten den Bergstraßen-Bewohnern zum gemeinsamen Hissen der Fahnen anschlossen.


Höhepunkt des Tages aber war die abendliche Ehrung von Jubelkönigin Maria Menning geb. Nentwig. Vor 65 Jahren waren sie und Werner Kopp (+) im Schützenjahr 1955/56 das Königspaar. Ebenso herzlich geehrt wurde das Jubelkönigspaar Josef und Vera Wolters, die vor 50 Jahren die Regenten am Schützenfestsonntag 1970 stellten, da der amtierende König Josef Regner leider kurz zuvor verstorben war.

 

____________________

 

Sonntag, 26. Juli 2020

 

Eigentlich sollte das Festhochamt am Sonntagmorgen in der von einer Alt-Sichtigvorer Neu-Bürgerin prächtig geschmückten Kreuzbergkapelle stattfinden, ...

... wegen der schwierigen Witterungsbedingungen musste die Messe jedoch in die Pfarrkirche verlegt werden. Pfarrer Markus Gudermann zelebrierte als Präses der Bruderschaft den Gottesdienst.

Während der Messe trat jedoch die Sonne hinter den Wolken hervor, so dass im Anschluss die Gefallenenehrung auf dem Alten Friedhof stattfinden konnte.

Auch Ehrenoberst Thomas Schulte nahm an der nachfolgenden Zeremonie teil.

Mit Blick auf die schweren Kriegsjahre richtete Oberst Dennis Marx in seiner Ansprache die Bitte an die Schützen, in den heutigen (Corona-)Krisenzeiten nicht die Geduld zu verlieren, und mit Haltung und Hoffnung besseren Zeiten entgegen zu blicken.

Anschließend wurde in Erinnerung an die Gefallenen, Vermissten und Opfer der Kriege ein Kranz niedergelegt.

Am Sonntagnachmittag standen weitere Ehrungen auf dem Programm. In der St. Georg-Straße wurde Heinz Eilhard für seine 60jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde ausgezeichnet.

In gemütlicher Runde erinnerte er an manche Begebenheiten im Schützenwesen der 50er und 60er Jahre.

 

Vor 50 Jahren (1970/71) regierten Josef sen. und Resi Bracht als Königspaar die St. Georg-Schützen. Zu diesem Jubiläum überreichte der Oberst der Jubilarin einen Blumenstrauß. In Erinnerung an den unvergessenen König Josef Bracht (+) schenkte der Junior schließlich einige "JosephsTropfen" ein, ...

... so dass in munterer Runde noch manche Begebenheit aus früheren Zeiten wachgerufen wurde.

 

Mit der Überreichung eines Ordens an den Jubelkönig Franz Josef Prinz endete im Westring der Reigen der Ehrungen. Vor nunmehr 25 Jahren hatte er den Vogel abgeschossen.

 

________________________

 

 

Mit der deutschen Nationalhymne am Sonntagmorgen vor der Pfarrkirche endet an dieser Stelle auch die Berichterstattung über die Feierlichkeiten anläßlich des ausgefallenen Sichtigvorer Schützenfestes 2020, verbunden mit der Hoffnung, dass im kommenden Jahr doch wieder ein Hochfest in der traditionellen Weise gefeiert werden kann.